A e r o N a u t i c   -   F r e i f l u g e r l e b n i s  s e


Mitteldeutsche Freiflug Meisterschaft 2017 - Ergebnisse


Am 6. und 7. Mai konnte die mitteldeutsche Freiflugmeisterschaft endlich in Eiterfeld ausgetragen werden. Die Organisatoren und die angereisten Teilnehmer wurden für ihre Beharrlichkeit mit gutem Freiflugwetter belohnt. Das gilt für die Entscheidung einen zweiten Anlauf zu nehmen, und den Doppelwettbewerb zwei Wochen nach dem ürsprünglichen Termin nochmals anzusetzen, aber auch für den Verlauf des Wettbewerbs im Besonderen am Sonntag.

 

Leider musste das "Burg-Fürsteneck-Fliegen" am Samstag, auf Grund zu hoher Windgeschwindigkeiten nach dem vierten  Durchgang abgebrochen werden, was einem gelungenen Freiflugwochenende aber nicht im Wege stand. Es wurden sehr gute Ergebnisse erflogen, und die Organisatoren sowie die meisten Teilnehmer traten zufrieden, mit neuen Erfahrungen und  Eindrücken die Heimreise an.

 

Dank gebührt allen, die durch ihre Mithilfe zum Gelingen der Mitteldeutschen Freiflug Meisterschaft 2017 beigetragen haben - allen unkomplizierten, fairen und hilfsbereiten Teilnehmern fürs Zeitnehmen,  sowie für die Assitenz bei der Auswertung, den Jury-Mitgliedern für ihre Unterstützung und unserem Grillmeister Gerald.

Ein besonderer Dank geht an Ansgar, ohne dessen Unterstützung diese Wettbewerbe nicht in dieser Form hätten durchgeführt werden können!  Und natürlich macht nur Ansgar so schöne Bildpräsentationen, welche die Erinnerungen am Leben erhalten - danke!

Die Mitteldeutschen Freiflug Meister

Stefan Richter [Jugend/Junioren] und Ansgar Nüttgens [Senioren]


Herzliche Glückwünsche - den beiden, und allen Siegern!




Die jugendlichen Sieger beim Burg-Fürsteneck-Fliegen

Stefan Richter, Levin Hornung, Leon Rink und Simon Pietzko

Die Jugendsieger beim Ufhäuser Honigschlecken

Lars Rink, Stefan Richter, Leon Rink, Levin Hornung




Der Freiflug - das letzte Abenteuer des Modellflugs

Ein persönlicher Bericht aus dem Moorgrund / Wolfgang Schweidler

Die Landschaft Moorgrund liegt am Fuße des Südwestabhangs vom Thüringer Wald. Die leichte Hanglage Moogrund hat eine Ausdehnung von 11/4 km quer und 21/4 km längs. Der Boden ist eine feste Buntsandsteinerde und reicht bis zur Talsohle.

Freitag - Anreisetag und Training

Treffen in Gräfen-Nitzendorf, 4 Teilnehmer.  Kurze Zeit später sind die Fliegerchen auf einer großen Wiese im Talgrund in die Luft gebracht. Rechts und links sanft ansteigende Ackerflächen. Seltsam ringsum tiefe Wolken - und nur dieses Tal hat freie Sicht bis ca. 7km. Die Sonne kommt hin und wieder durch. Der Wind - ein zartes Lüftchen bis ganz ruhig - genau das richtige Probierwetter. Start um Start erfolgen Probeflüge. Am späten Nachmittag - schon Abend, der Wind hat aufgefrischt - Startplatzwechsel - und die ersten Durchgänge im Wettbewerb werden geflogen. Die Flugrichtung ist quer zum Tal. Windrichtung Nordost vom Gebirge herunter. Der Startplatz ist gut gewählt - das zeigt der Landepunkt. Mittlerweile ist es leicht dämmrig, ich kann deutlich „Tragendes“ ausmachen, mit anschließend einem schönen Steigflug im zweiten Durchgang. Das lässt für den nächsten Tag hoffen. Es ist dunkel, wir fahren zum gemeinsamen Abendessen nach Gräfen-Nitzendorf ins Gasthaus Waldesruh.

Erlebnis im Moorgrund - eine historische Postkutsche fährt direkt am Fluggelände vorbei

Samstagmorgen

Treffen in Gräfen-Nitzendorf. Wir sind heute 8 Teilnehmer und eine Begleiterin. Es ist kühl aber trocken und sonnig. Die gemessene Windgeschwindigkeit beträgt ständig 5 m/s in Spitzen 8 m/s. Das Starten im Lee (Hangabwind) ist schwierig. Man muss „Steigen“ finden (Erfahrung vom Vortag), sonst wird man nach 11/2 Minuten an den Grund gedrückt. Immer wieder - „…hat man det Jefühl als steht een Elefant druff.“ (Ausspruch von Andrè Seifert). Erst zur Talsohle hin geht es aufwärts. Da - im Laufe des Tages - der Nebel am Kamm ist weg, die Sonne strahlt, gute Fernsicht, beim Rückholen - was ist dass: da fährt eine erstaunlich große Postkutsche gezogen von einem Vierspänner den Weg entlang, Richtung Möhra. Das macht nachdenklich. In Möhra steht das Vaterhaus von Martin Luther. Hier ist geschichtsträchtiger Boden und unser Tun steht im Gedenken an 25 Jahre Wiedervereinigung.

Zu dieser Sinnigkeit kommen hoch oben Kolonien von Zugvögeln, als wollten sie uns grüßen, kreisen ein und steigen in vielen Minuten auf etwa die doppelte Höhe, dann geht es weiter Richtung Westen.

 

„Rückholer“

 

In mir werden Erinnerungen wach, wir starten am Fuße des Reckberges 338m, dahinter liegen der Ort Waldfisch und die Straße Meiningen-Eisenach. Auf dieser Strecke war ich als Jugendlicher mehrmals mit dem Fahrrad von meiner Heimatstadt Schmalkalden zur Wartburg gefahren. Einmal auf einer Tour mit dem Fahrrad 14 Tage quer durch Westdeutschland. Mit dem Motorrad besuchte ich zweimal Verwandte, immer kam ich dabei durch diese Gegend. Dieser Teil Thüringens ist meine Geburtsheimat und heute Abend nach dem gemeinsamen Abendessen in Gumpelstadt geht es zurück nach Schmalkalden - zum Übernachten.

 

Sonntagmorgen

 

Treffen in Möhra am Martin-Luther-Denkmal, vor seines Vaters Haus. Beim Betrachten des Denkmals kommen wieder Erinnerungen auf…

Aber es stehen noch zwei Durchgänge an. Der Wind bläst unverändert - aufpassen und nochmals aufpassen beim Start - so kommen doch noch gute Leistungen zu Stande.

Zur Siegerehrung gibt es liebvoll gestaltete Urkunden zum Gedenken 25 Jahre Wiedervereinigung und Martin Luther. Für den Gesamtsieger als Sachpreis einen handgetöpferten „Cup“ wie auch als Sonderehrung für seine Begleiterin.

Für mich persönlich tiefe Dankbarkeit an den Ausrichter und für die schöne Zeit bei passablem Wetter.

 

Mein Fazit: In Thüringen gibt es zentral gelegene, fliegbare Landschaften. Auf Grund seiner Lage ist Thüringen, für das DHP-Finale und auch andere größere Wettbewerbe, als Austragungsort geeignet. Es ist beachtenswert, in welch kurzer Zeit es gelang, in dieser Region zwei neue Gelände für uns Freiflieger zu erschließen und dass die Kahlaer Modellsportfreunde wieder für den Freiflug  aktiviert wurden. Dies alles wurde durch den DHP begünstigt, und erst durch die fruchtbare Zusammenarbeit der Sportfreunde Ansgar Nüttgens und Andreas Hornung möglich.       Danke!


Erschienen in Thermiksense 4/2015 - Die Veröffentlichung geschieht mit freundlicher Genehmigung der Thermiksenseredaktion und des Autors.




Leuchtenburgpokal am 28.3.2015

ausgerichtet von Modellsport Kahla e. V.





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Bericht vom Leuchtenburgpokal'15 inklusive Teil 1 vom DHP-Finale'14
LBP'15, DHP-Finale'14 - Bilder, Ergebnisse, Siegermodell F1H-C, DHP-Bankett, Ehrung eines verdienten Sportfreundes
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Spezieller Rückblick eines Sportfreundes auf den Leuchtenburgpokal'15
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